Vater soll eigene Tochter vergewaltigt haben

Der Handwerker soll laut Anklage 2010 seine eigene Tochter in Ottobrunn vergewaltigt haben.
Der Handwerker soll laut Anklage 2010 seine eigene Tochter in Ottobrunn vergewaltigt haben. Bild: © SIGI JANTZ

Handwerker gesteht die Vergewaltigung in Ottobrunn

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, 2010 seine Tochter in Ottobrunn vergewaltigt zu haben.

Angeklagter räumt die Taten ein

Die sexuellen Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung seiner Tochter gesteht der Mann zu Prozessbeginn. Weitere Angaben machte er nicht.

Tochter lebt inzwischen in einem Heim

Durch sein Geständnis bleibt es der heute 16-Jährigen erspart, im Prozess erneut aussagen zu müssen. Der Jugendlichen geht es sehr schlecht, sie lebt inzwischen in einem Heim.

Von der Entziehungsanstalt in den Gerichtssaal

Der Mann (35) kam in der vergangenen Woche direkt aus einer Entziehungsanstalt in den Gerichtssaal am Münchner Landgericht denn der Handwerker wurde schon im August 2016 zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt weil er seine Halbschwester vergewaltigt hatte und zuvor mit ihr eine inzestartige Beziehung führte. Dazu wurde die Unterbringung in der Entziehungsanstalt angeordnet, um ihn von der Alkohol- und Kokainsucht wegzuholen.

Da aber die Übergriffe an der Tochter bereits vor der Vergewaltigung der Halbschwester waren, wird man hier eine Gesamtstrafe bilden müssen. Das bedeutet aber auch das im Gericht alle Urteile aus der Vergangenheit, die mit einbezogen werden, komplett verlesen werden müssen. Das dauerte Stunden, denn da waren zum einen all diese Sex-Attacken des Angeklagten. Ein anderes mal steckte er, aus Frust oder aus ähnlicher Motivation heraus, seine Haftzelle in Brand, bekam dafür eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 3 Monaten.

Angeklagter will Gründe für seine Taten erkannt haben

Dann plötzlich wollte der Angeklagte doch noch ein paar Worte loswerden:

„Ich glaube ich weiß warum es im meinen Beziehungen soweit gekommen ist.“

Angeklagter im Prozess

Er habe immer alle Probleme in sich reingefressen, alles nur mit sich selbst ausgemacht. Nur mit Hilfe von Drogen waren die Situationen und Probleme irgendwie erträglich. Das will er während der Therapie für sich erkannt haben.

Ob man der Aussage am Ende Glauben schenkt wird sich im Verlauf der Hauptverhandlung noch herausstellen und in der Urteilsbegründung zur Sprache kommen.

Weitere Zeugen zum Prozess geladen

Als Nächste sollen an den kommenden Verhandlungstagen die Lehrerinnen des Mädchens vor dem Gericht aussagen, ebenso eine Kinderärztin sowie ein weiterer Sachverständiger.

Der Prozess dauert noch an. Fortsetzung folgt.

4 Kommentare

  1. Wenn ich Nachrichten dieser Art lese dann frage ich mich immer wieder was in den Köpfen dieser widerlichen Typen vorgeht?

    Aber manchmal auch wie die Rechtsanwälte es mit sich vereinbaren wenn sie diese Leute vertreten?!

    • Bei Straftaten dieser oder ähnlicher Art fehlt mir auch jegliches Verständnis. Puh, ich könnte nicht sagen was passiert wenn ich so Jemanden in meinem Umfeld hätte. Und wenn man selbst Vater ist dann sieht man das ohnehin aus einer ganz anderen Sicht.

      Da bleibt einem nur dem Mädel alle Kraft der Welt zu wünschen damit sie irgendwie einen Weg findet mit dem Geschehen umzugehen.

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