Trotz Geständnis: Oberlandesgericht ordnet Freilassung aus U-Haft an

Der Angeklagte sitzt seit 2016 in Untersuchungshaft - Bild: © LUDWIGSHAFEN24/ Peter Kiefer

Angeklagter sitzt seit zweieinhalb Jahren in Untersuchungshaft

Der aus Frankenthal stammende Angeklagte David L. (35) soll am 14. Mai 2016 vor rasender Eifersucht und zudem im Drogenrausch seine erst zwei Monate alte Tochter vom Balkon in den Tod geworfen haben. Die Tat hatte der Angeklagte bereits zu Beginn der Hauptverhandlung gestanden.

„Er war vor allem eifersüchtig auf die kleine Senna weil sich Jesmira so liebevoll um sie kümmerte. David ist ein Psychopath.“

Vanessa S, Schwester der Nebenklage in der Hauptverhandlung

Auch von weiteren Unstimmigkeiten und Gewalt in der Beziehung war die Rede. Sich zurechtmachen oder am Abend ausgehen durfte die Freundin des Angeklagten nicht.

Beschwerde vor dem Oberlandesgericht

Nun kam es zu einer überraschenden Entscheidung des Oberlandesgericht Zweibrücken: Der im Babymord Angeklagte David L. muss aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Das Verfahren geht zu schleppend voran und würde eine noch längere U-Haftzeit mit sich bringen. Das sei nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.

Entscheidung hat keinen Einfluß auf das Verfahren

Diese Entscheidung des OLG hat allerdings keinen Einfluß auf das Verfahren oder dem Urteil gegen den Angeklagten. Hier geht es einzig und allein um die Fortdauer der Untersuchungshaft oder ob jemand, wie in diesem Fall, entlassen werden muss.

Hier die Entscheidung des OLG Zweibrücken mit allen Einzelheiten warum der Angeklagte freigelassen werden musste.

Wie denkt Ihr über die Entscheidung den Mann vorerst wieder in die Freiheit zu entlassen? Lasst uns eure Meinungen in den Kommentaren da.


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