Diakon aus München vergewaltigte eine 15-Jährige

Landgericht München - Foto: AZ-München

Unfassbar wahr: Der Angeklagte kommt im Prozess mit einer Bewährungsstrafe davon.

Während einer Ministrantenfahrt missbraucht und vergewaltigt ein Diakon aus München eine 15-Jährige.

Laut Anklage hatte der Diakon dem Mädchen in einem Park zunächst an die Brüste gegriffen. Während ein anderes Mädchen inzwischen geistesgegenwärtig los rannte um Hilfe zu holen, trieb der Angeklagte sein Vorhaben weiter voran. Er griff dem 15-jährigen Opfer in die Hose und drang mit den Fingern in sie ein.

Die Polizei schnappte damals den Mann und es wurde Untersuchungshaft angeordnet.

Bewährungsstrafe für den Angeklagten

Am Donnerstag, neun Monate nach der Tat, fand der Prozess gegen den Diakon am Landgericht in München statt.

Der Angeklagte bekam eine Bewährungsstrafe und konnte somit das Gericht als „freier Mann“ verlassen.

Die Tat hat sie völlig aus der Bahn geworfen.

Anwältin des Opfer

Der traurige Grund warum das die einzig mögliche Entscheidung war

Das 15-jährige Vergewaltigungsopfer ist seit der schrecklichen Tat in einer Psychiatrie untergebracht. Deshalb konnte das Mädchen auch in dem Prozess keine Aussage machen.

Diese Aussage ist aber der Grundstein einer Verurteilung. Es ist fast unmöglich, ohne die Aussage des Opfers, zu einem Schuldspruch zu gelangen.

Staatsanwältin Rochner schlägt „Deal“ vor

Dieser sollte im Einzelnen so sein: Wenn der angeklagte Diakon geständig ist dann bekommt er eine zweijährige Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wird. Außerdem muss der Angeklagte der Familie des 15-jährigen Opfers 10.000 € Schmerzensgeld zahlen.

Gericht stimmt dem „Deal“ der Staatsanwaltschaft zu

Eine abscheuliche und zugleich widerliche Tat. Jedoch war es ziemlich die einzigste Möglichkeit den Täter überhaupt für seine Taten verurteilen zu können.

Zwar habe der Angeklagte seine Freiheit unverdient wiedererlangt aber ansonsten dürfte die Verurteilung ihn knallhart treffen. Eigentlich verliere der Diakon alles, sein Geld, sein Kirchenamt und sein Umfeld wird sich auch spürbar verändern.

Wenn Sie hier heute rausgehen, dann haben Sie nichts mehr.“ so Staatsanwältin Rochner zum Angeklagten.

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