Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Raser

Erstmals muss ein Raser wegen Mordes lebenslang in den Knast - Foto: Georg Wendt

Mordurteil gegen Raser rechtskräftig

Das gab es so bisher noch nie. Erstmals muss ein Raser wegen Mordes lebenslang hinter Gitter. Der für Verkehrssachen zuständige 4. Strafsenat des Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat die Revision gegen das Urteil als unbegründet verworfen und somit das Mordurteil bestätigt.

Was war geschehen?

Der Verurteilte hatte am 04. Mai 2017 in Hamburg zunächst ein Taxi gestohlen. Anschließend flüchtete der damals 24-Jährige betrunken, ohne Licht und ohne Führerschein, dafür aber mit überhöhter Geschwindigkeit (stellenweise mit 155 km/h) durch die Hamburger City vor der Polizei.

Plötzlich geriet der Mann mit dem gestohlenen Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn und stieß dort mit einem anderen Taxi zusammen. Ein 22-jähriger Fahrgast im Taxi erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Zwei weitere Menschen wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus verbracht.

BGH folgte der Auffassung des Landgericht Hamburg

In der ersten Instanz wurde der aus Litauen stammende Mann am Landgericht Hamburg zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt weil das Gericht in der Tat bzw. in dem Tatgeschehen einen bedingten Tötungsvorsatz sah. In der Begründung hieß es u.a. „Das Leben Anderer und auch das eigene Leben seien ihm gleichgültig gewesen.

LG Hamburg – Urteil vom 19. Februar 2018 – Az: 621 Ks 12/17

Dieser Auffassung folgte auch der Bundesgerichtshof und verwarf die Revision des Mannes als unbegründet.

Lesen Sie auch: Die Pressemitteilung des BGH in Karlsruhe.

BGH bestätigt Mordurteil gegen Raser – Video: welt

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