Fall Peggy: Teilgeständnis kam ohne Anwalt zustande

Dieser Eintrag ist Teil 1 von 4 der Serie: Der Fall Peggy

Nach Einreichen der Haftbeschwerde von Manuel S, (41) seinem Verteidiger RA Jörg Meringer meldeten sich nun Polizei und Staatsanwaltschaft zu Wort.


D er Vorwurf lautete, die Vernehmungen des Tatverdächtigen Manuel S. am 12. September 2018 sind stundenlang, ohne Hinzuziehen des Rechtsanwalts, durchgeführt worden.

Dem widersprechen jetzt Polizei und Staatsanwaltschaft und teilen dazu folgendes mit:

Die 10-stündige Vernehmung des Mordverdächtigen Manuel S. habe unter Einhaltung von Unterbrechungen stattgefunden. Der Beschuldigte hätte jederzeit seinen Verteidiger hinzuziehen können. Das Recht steht jedem Beschuldigten zu. Außerdem würde das die Videoaufzeichnung der Vernehmung belegen.

Die Vernehmung wurde nach umfassender Belehrung über seine Rechte und den Umstand, dass eine Aufzeichnung erfolge, als auf Video aufgezeichnete Vernehmung durchgeführt und dauerte, durch längere Pausen unterbrochen, von 8.40 Uhr bis 18.32 Uhr. Dabei wurde dem Beschuldigten durchgehend die Möglichkeit eingeräumt, einen Verteidiger zu kontaktieren. Dieses Recht wurde vom Beschuldigten nicht wahrgenommen.


Polizeipräsidium Oberfranken

Gegenüber anderen Medien soll der Verteidiger erklärt haben das es keine Beweise für die Tatbeteiligung seines Mandanten Manuel S. an der Tötung des Mädchens gebe. Der Verdächtige hatte bei der Vernehmung im September nur deshalb ein Teilgeständnis gemacht, weil er sich unter Druck gesetzt fühlte.

Die Ermittler gehen davon aus das der unter Mordverdacht stehende Manuel S. (41) die damals 9-jährige Peggy K. entführt und anschließend ermordet hat oder zumindest Mittäter der Tat zu sein.

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